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Microsoft word - coloskopie.doc

Dr. med. Jens-Christian Lynker
Facharzt für Innere Medizin ⅼ Gastroenterologie ⅼ Notfallmedizin
Julius-Leber-Str. 8 ⅼ 46485 Wesel
t.: 0281-3008383 ⅼ f.: 0281-3008382 ⅼ info@lynker-wesel.de Patientenaufklärung Dickdarmspiegelung (Koloskopie, Ileokoloskopie)
Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient, sie möchten eine Dickdarmspiegelung durchführen lassen. Dieser Aufklärungsbogen soll dabei helfen, Ihnen die Untersuchung genau zu erklären. Was geschieht bei der Dickdarmspiegelung? Das Untersuchungsinstrument (Koloskop) ist ein schlauchförmiges, flexibles Gerät. Es wird über den Darmausgang bis zum Coecum, dem ersten Abschnitt des Dickdarms vorgeschoben, soweit möglich auch in den Endteil des Dünndarms (terminales Ileum). Zur Entfaltung des Darms wird über das Koloskop Luft in den Darm ge-bracht. Die von einer Kamera in der Endoskopspitze aufgenommenen Bilder werden auf einen Bildschirm übertragen (Video-Endoskopie). Mit einer kleinen Zange können Gewebeproben (Biopsien) zur feingeweblichen Untersuchung (Histologie) entnommen werden. Der Patient empfindet dabei keinen Schmerz. Falls Polypen (Gewebswucherungen) zu sehen sind, sollten sie abgetragen werden (siehe Rückseite: Polypenabtragung). Warum kann die Dickdarmspiegelung unangenehm sein? Der Dickdarm verläuft bei jedem Menschen unterschiedlich. Beim Vorschiebendes Endoskops müssen Kurven und Schlingen überwunden werden. Dabei kann der Darm vorübergehend gedehnt werden. Das kann schmerzhaft sein. Auch die zur Entfaltung des Darms erforderliche Luft kann Schmerzen verursachen. Problemlos wird die Untersuc-hung durch die Gabe einer „Beruhigungsspritze“ (Sedierung). Sie bewirkt, dass der Patient meist schläft und praktisch keine Belästigung empfindet (siehe Rückseite: Sedierung). Welche Komplikationen können auftreten?
1. Verletzung der Darmwand (Perforation): extrem selten, tritt bei ca. 1 von 10.000 bis 20.000 Untersuchungen
auf. Behandlung: Operation.
2. Blutung nach Entnahme von Gewebeproben: extrem selten, tritt praktisch nur unter gestörter Blutgerinnung
auf (Medikamente: ASS, Plavix, Marcumar etc., schwere Lebererkrankungen). Behandlung: meist
durch Injektion über das Endoskop möglich.
3. Störungen von Atmung, Herz und Kreislauf: diese können nach Gabe der „Beruhigungsspritze“ bei schweren
Atemwegs-, Lungen- bzw. Herzerkrankungen auftreten. Vorbeugung: Laufende Messung von Sauerstoff
und Puls (Pulsoxymetrie). Dadurch kann ein Risiko rechtzeitig erkannt und behandelt werden.
4. Probleme als Folge der „Beruhigungsspritze“ nach der Untersuchung (siehe Rückseite: Sedierung).
Liegen Erkrankungen vor, die für die Untersuchung wichtig sind?  Schwere Lungenkrankheiten  Übertragbare Infektionskrankheiten  Sonstige wichtige Krankheiten oder Operationen (Bitte hier eintragen und dem Untersucher mitteilen!): . Besteht eine Schwangerschaft?  ja  nein Nehmen Sie regelmäßig Medikamente ein? (Bitte Medikamentenliste mitbringen!)  ASS oder Plavix Gerinnungshemmende Medikamente (z.B. ASS, Aspirin, Iscover, Plavix etc.) bitte eine Woche vor der Untersuchung nach Rücksprache mit Ihrem Hausarzt absetzen. Marcumar muss, soweit vertretbar, unter ärztlicher Überwachung ca. eine Woche vor der Untersuchung abgesetzt werden. Evtl muss ersatzweise mit subkutanen Heparin-Injektionen behandelt werden (Ziel: Anhebung des Quick-Wertes auf 65 bis 70%). Gibt es andere Untersuchungsmethoden für den Dickdarm? Computertomographie: findet nur selten Anwendung und ist nicht zur Krebsvorsorge zugelassen. Nachteile: hohe Strahlenbelastung; geringere Genauigkeit bei heilbaren Erkrankungen; keine Möglichkeit zur Polypenabtragung und Entnahme von Gewebeproben. Bei unklaren Befunden ist ebenfalls eine Darmspiegelung notwendig. Vorteil: gering-ere Gefahr einer Darmwandverletzung. Patientenaufklärung Sedierung („Beruhigungsspritze“)
Die Koloskopie wird üblicherweise mit Sedierung („Beruhigungsspritze“) durchgeführt. Dies führt zur Schmerzdämpfung und Entspannung sowie zu einer Erinnerungslücke, so dass fast alle Patienten keine Erinnerung an die Untersuchung und für eine gewisse Zeit danach haben (Amnesie). In unserer Praxis wünschen die meisten Patienten eine Sedierung. Die Untersuchung wird dadurch als nicht schmerzhaft beurteilt. Die Sedierung hat den Nachteil, dass sie das Reaktionsvermögen für längere Zeit beeinträchtigt. Sie dürfen deshalb danach kein Fahrzeug lenken, nicht am Verkehr teilnehmen, keine Maschinen bedienen und keine Tätigkeiten ausführen, bei denen Sie sich oder andere Personen gefährden könnten, und zwar bis zum nächsten Morgen. Sie sind in dieser Zeit auch nicht geschäftsfähig. Sollten Sie dennoch aus wichtigen Gründen mit dem Auto angereist sein, bitten wir Sie, zur Ihrer eigenen Sicherheit den Autoschlüssel an der Anmeldung abzugeben. Nach der Untersuchung ist es am besten, wenn Sie von einer Begleitperson abgeholt werden, um Komplikationen durch Störungen vor allem der Orientierung und des Gleichgewichts zu vermeiden (Sturzgefahr!). Falls Sie mit dem Taxi nach Hause fahren, bitten Sie den Taxifahrer, Sie bis zu Ihrer Wohnungstüre zu begleiten. Bitte entscheiden Sie, ob Sie eine Sedierung wünschen. Einverständniserklärung Dickdarmspiegelung / Sedierung
a) Ich fühle mich über die geplante Dickdarmspiegelung gut informiert, habe keine weiteren Fragen, stimme in die Mitteilung der Befunde an die behandelnden Ärzte zu und möchte die Untersuchung durchführen lassen: b) Ich wünsche eine Sedierung:  ja  nein Falls ja, versichere ich, dass ich nicht selbst mit einem Fahrzeug (Fahrrad, Auto etc.) nach Hause fahren werde. Patientenaufklärung Polypenabtragung (Polypektomie)
Fast jeder Dickdarmkrebs entwickelt sich aus gutartigen Vorstufen, sog. Polypen (Adenome). Wenn diese rechtzeitig
abgetragen werden, kann Darmkrebs verhindert werden. Die Abtragung erfolgt mit einer Drahtschlinge,
durch die elektrischer Strom geleitet wird. Sehr kleine Polypen, sog. Polypenknospen oder sehr flache Polypen
sind für die Schlingenabtragung nicht geeignet. Diese werden ggf mit einer speziellen Zange entfernt.
Diese Maßnahmen können auch noch mehrere Tage bis zu zwei Wochen nach dem Eingriff zu folgenden
Komplikationen führen:
1. Verletzung der Darmwand: selten, bei ca. 1 von 500–1000 Polypenabtragungen; Behandlung: Operation.
2. Blutung: bei etwa 1 von 150–250 Abtragungen; Behandlung: Einspritzung von Medikamenten über das
Endoskop in die Blutungsstelle. Anlegen von kleinen Metallklammern über das Endoskop (Endoclips).
Gelegentlich stationäre Krankenhausaufnahme mit evtl. Bluttransfusion erforderlich. Durch Bluttransfusionen
sind sehr selten Übertragungen von infektiösen Erkrankungen möglich. Extrem selten ist eine Operation
zur Blutstillung erforderlich.
Nach einer Polypenabtragung dürfen Sie für 48 Stunden nur klare Flüssigkeiten zu sich nehmen. Gerinnungshem-
mende Medikamente müssen in Absprache mit Ihrem Hausarzt für weitere 14 Tage nach einer Polypenentfernung
weggelassen werden. Bei Schmerzen oder Abgang von Blut müssen Sie unverzüglich den Arzt verständigen bzw. das
nächste Krankenhaus aufsuchen.
Nach einer Polypenabtragung erhalten Sie von uns entsprechende Anweisungen für Ihr Verhalten nach dem Eingriff.
Einverständniserklärung Polypektomie
Ich bin ggf mit der Durchführung einer Polypektomie einverstanden.

Source: http://www.lynker-wesel.de/Coloskopie.pdf

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