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Die_zehn_gebote



Gemeinschaftspraxis Gesundheitszentrum
MR Dr. Gottfried Koller, Gemeindearzt
Dr. Thomas Schaubschläger
Obertshausenerstraße 3
4663 Laakirchen
Austria / Europe
Tel.: 0043 (0)7613 / 2320
Fax: 0043 (0)7613 / 2320 – 17 Gesundheitszentrum
E-Mail: koller@gz-laakirchen.at
DIE ZEHN GEBOTE
RATSCHLÄGE FÜR PATIENTEN NACH HERZINFARKT
Sie haben vor kurzer Zeit einen Herzinfarkt erlebt und sind nach der Klinik und vielleicht auch nach der
Rehabilitation wieder nach Hause und in die gewohnte Umgebung zurückgekehrt. Für die meisten
Myokardinfarktpatienten ist nach wenigen Wochen ein nahezu normales Leben, fast wie vor dem Infarkt,
möglich Einige Patienten werden sich aber für die Zukunft Einschränkungen auferlegen müssen, wollen sie
sich eine normale Lebenserwartung zurückgewinnen. Dies wird natürlich ihr zukünftiges Leben verändern.
Bedenken Sie, dass der frühere amerikanische Präsident Johnson erst nach seinem Herzinfarkt Präsident
der Vereinigten Staaten von Amerika geworden ist und viele andere Menschen trotz eines
vorangegangenen Infarktes ein für die Gesellschaft und für sie selbst wertvolles und erfülltes Leben
gestalten. All diesen Menschen ging es nach dem Herzinfarkt nicht besser, als es Ihnen jetzt ergeht. Man
kann und soll also voll Hoffnung sein.
Schon Prof. Dr. Paul Dudley White, ein berühmter Herzspezialist und Leibarzt des Präsidenten Eisenhower,
stellte fest, dass Depressionszustände, welche praktisch nach jedem Herzinfarkt auftreten, oft länger
vorhanden sind, als die körperlichen Folgen des Infarktes selbst. Nicht jede Müdigkeit, jede Angst oder
jeder Herzschmerz nach dem Infarkt ist körperlich verursacht, - allzu oft sind solche oder ähnliche
Beschwerden seelisch bedingt.
Unangenehm also, aber im Grunde harmlos. Versuchen Sie sich das bitte einzuprägen! Denn je weniger man
sich allzu große Sorgen macht, umso weniger ist mit Komplikationen zu rechnen. Insgesamt sind Ihre
Zukunftsaussichten gute, jedenfalls bessere als die meisten Patienten befürchten. In jeder Krankheit, in
jeder Krisensituation des Lebens steckt eine Chance zur Veränderung und zur Verbesserung. Vielleicht sollte
diese Erkrankung Sie ermahnen mit Ihren Ressourcen sparsamer umzugehen, oder Teilgebiete Ihrer
Lebensbereiche in Ordnung zu bringen!?
Bei jedem Patienten verläuft die koronare Herzkrankheit ein bisschen anders, es gibt aber einige
allgemeingültige Verhaltensregeln, die ich Ihnen empfehlen kann:
1. Körperliche Aktivität
Körperliche Bewegung ist gut und stellt das wichtigste Vorbeugemittel dar. Sie sollten daher, je nach
Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt eine solche regelmäßig ausüben. Zum Beispiel: Spazierengehen,
Nordic Walking, Wandern, Treppensteigen usw. Steigern Sie Ihre Belastung langsam, sowohl das dafür
vorgesehene Zeitpensum, als auch die Intensität. Beraten Sie sich mit Ihrem Arzt, wenn dabei ungewohnte
Beschwerden auftreten. Schmerzen in der Herzgegend (Angina pectoris) werden dabei immer wieder
einmal auftreten, sie werden aber bei Unterbrechung der Belastung gleich wieder verschwinden Jedem
zweiten Herzinfarktpatienten verbleibt eine Angina pectoris, mit der man aber leben kann. Falls so eine
Angina Pectoris Attacke auftritt, nehmen Sie sogleich Nitroglycerin, welches die Herzkranzgefäße erweitert
und damit den Schmerz beseitigt. Sollten Sie bemerken, dass solche Herzschmerzen bei einer gewissen
Belastung immer wieder auftreten, so sollten Sie versuchen unter jener Belastungsschwelle mit Ihrer
Anstrengung zu bleiben. Sollte dies nicht gelingen, so können Sie vor so einer Belastung ein Nitroglycerin
vorbeugend verwenden; dadurch lässt sich meist das Auftreten von Beschwerden verhindern. Sollten die
Beschwerden länger und heftiger als sonst üblich auftreten, oder sich mit der Anwendung von Nitro nicht
kupieren lassen so rufen Sie einen Arzt, damit dieser feststellt, ob wieder Infarktgefahr besteht, oder die
Beschwerden nur von einer normalen Angina pectoris herrühren.


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MR Dr. Gottfried Koller, Gemeindearzt
Dr. Thomas Schaubschläger
Obertshausenerstraße 3
4663 Laakirchen
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Fax: 0043 (0)7613 / 2320 – 17 Gesundheitszentrum
E-Mail: koller@gz-laakirchen.at
Wundern Sie sich nicht, wenn Sie noch müde sind. Die körperliche Vollkraft kehrt gewöhnlich erst nach etwa einem halben Jahr nach dem Infarktgeschehen wieder zurück. Vermeiden Sie bis dahin körperlich überanstrengende Tätigkeiten oder psychisch überlastende Aktionen und Aufregungen. Gönnen Sie sich ruhig auch ein „power napping“ und ein kurzes Mittagsschläfchen. Vermeiden Sie: Arbeiten über Kopf (z.B. Aufhängen nasser Wäsche, Fensterputzen.), Arbeiten in hockender oder gebeugter Stellung (z.B. Jäten, Bettenmachen.) sowie alle Tätigkeiten, welche mit einer übermäßigen Betätigung der Bauchpresse einhergehen (z.B. Verschieben schwerer Gegenstände, Rasenmähen, Schneeräumen) – diese können durch die dadurch bedingte Querstellung des Herzens Rhythmusstörungen auslösen; aus diesem Grund sollten Sie auch darauf achten, keine Verstopfungsneigung zu entwickeln.
Die meisten Patienten werden ihren früheren Beruf wieder ausüben können, wobei der Arbeitsversuch
zumeist nach 2 – 4 Monaten erfolgt. Schwer arbeitende Patienten bedürfen zumindest anfänglich einer
Arbeitserleichterung, vor allem auch einer Befreiung von der Nachtschicht. Sollten Sie davon betroffen sein,
so besprechen Sie dies bitte mit Ihrem behandelnden Arzt, sowie mit Ihrem Betriebsarzt. Manchmal wird es
auch nötig sein, eine Umschulung zu planen und vorzunehmen. Sie sollten sich ernstlich darüber Gedanken
machen, Ihre Stressfaktoren in der Arbeit, in der Familie und auch in Ihrer Freizeit zu minimieren. Sollten Sie
dabei an Grenzen stoßen, die zu bewältigen Sie alleine nicht imstande sind, so wenden Sie sich auch mit
diesen Fragestellungen vertrauensvoll an Ihren behandelnden Arzt. Unter Umständen ist in solchen Fällen
auch ein persönliches Coaching sehr hilfreich.
Tätigkeiten, welche innerhalb des ersten Halbjahres nach dem Infarktgeschehen unbedingt vorher mit dem
behandelnden Arzt besprochen werden sollten, bzw. vermieden werden sollten sind:
Bergsteigen, Flugreisen, Tauchen, Schwimmen; Sprintsportarten wie Tennis, Laufen oder Fußball,
Sonnenbaden, Sauna, Schifahren u.a.m.
2. Körperliche Ruhe
Sie werden sich etwa ein halbes Jahr lang ungewohnt müde fühlen. Die hängt nicht nur mit der
abgelaufenen Erkrankung, sondern auch mit den einzunehmenden Medikamenten und mit Ihren Nerven
zusammen. Sollte Sie eine Müdigkeit befallen, so geben Sie ihr nach, und versuchen Sie nicht, diese zu
übergehen im Sinne von: „das muss ich trainieren“ oder „ich darf meine Schwäche nicht zeigen“.
Rasten Sie sich aus, Sie haben es sich verdient! Streben Sie nach einem Erholungsschlaf von 6 – 8 Stunden
an, und genehmigen Sie sich ein Mittagsschläfchen, oder wenn zwischenzeitlich nötig auch ein „power
napping“.
Sie werden bald selbst herausfinden, wie viel Ruhe Sie brauchen und wie viel Betriebsamkeit Ihnen gut tut.
3. Gesunde Ernährung
Das Auftreten von vermehrten Herzinfarkten in den industrialisierten Ländern steht nachweislich in
Verbindung mit Fehlernährung, mangelhafter Bewegung und distress. Im Krieg gab es nahezu keine
Herzinfarkte…
Abhängig von den überprüften Blutwerten sollte dieses Thema mit Ihrem Betreuungsarzt besprochen
werden, um für Ihre Situation den optimalen Outcome zu erreichen.
Allgemein gültig kann ich sagen:


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Reduktion der Fleischmahlzeiten auf zweimal pro Woche
Pflanzliches Fett ist gesünder als tierische Fette, beim Fleisch seltener Schweinefleisch, öfter dafür Pute und
Huhn. Wichtig ist auch die Verwendung von hochwertigen Ölen beim Kochen: Kalt gepresste Olivenöle und
heimische Rapsöle. Bei Aufstrichen müssen Sie nicht auf Butter verzichten. Vermeiden Sie übermäßigen
Einsatz von Salz, gehen Sie eher auf andere Gewürze über.
4. Alkohol
Nach derzeitig gültiger medizinisch-wissenschaftlicher Ansicht gilt: Die tägliche Dosis von Alkohol darf bei
der Frau die Menge von 1/8 L Wein, und beim Mann ¼ L Wein nicht überschreiten, um nicht bleibende
Organschäden zu riskieren. Absolute Alkoholkarenz empfiehlt sich bei früherer Alkoholkrankheit und auch
bei der Einnahme von verschiedenen Medikamenten. Bitte besprechen Sie auch dieses Thema mit Ihrem
behandelnden Arzt. Immer bedenken: „Die Dosis macht das Gift“.
5. Nikotin
Zigarettenrauchen und Nikotinabusus zählen zu den Hauptverursachern der koronaren Herzerkrankung
und daher nach einem Infarkt abzulehnen. Bemühen Sie sich in einem Antiraucherseminar, oder wenn nötig
im Rahmen einer kurzen stationären Behandlung zu befreien! Besprechen Sie mit Ihrem Therapeuten
jedenfalls auch den Einsatz von Nikotinersatzstoffen im Voraus.
6. Koffein
Kaffeetrinken ist gestattet. Es gibt dagegen keinen Einwand, so ferne der Kaffee nicht zu stark gebrüht
wird und er ohne das Auftreten von Herzklopfen oder Extraschlägen vertragen wird. Probieren Sie es ruhig
und vorsichtig aus.
7. Autofahren
Für geübte Autofahrer ist nach Wiedereingewöhnung eine Autofahrt durchaus gestattet. Seien Sie aber
vorsichtig bei den ersten Ausfahrten. Fahren Sie zunächst mit einem geübten Fahrer mit, um Ihren durch
das Fahren entstehenden Stressfaktor selbst beurteilen zu können. Erste Versuche starten Sie bitte auf
Ihnen bekannten, wenig befahrenen Strecken. Wenn Sie sich dabei gut und nicht überlastet fühlen, dann
probieren Sie Strecken im regulären Verkehr, natürlich zunächst noch kurz gewählt.
Vorsicht ist deswegen angebracht, da Autofahren manchmal als anstrengend und aufregend empfunden
werden kann.
8. Flugreisen, längere Bus- und Bahnreisen
Diese können sehr ermüdend sein und sind innerhalb der ersten 6 Monate nach dem Infarktgeschehen nur
nach einer Flugtauglichkeitsuntersuchung möglich, um nicht unvorhersehbare Zwischenfälle an Bord zu
provozieren. Sie würden bei Nichtangabe Ihrer Erkrankung einen Verlust Ihres Versicherungsschutzes
riskieren. Wir sind in der Lage, Ihnen ein Flugtauglichkeitszeugnis auch für Langstreckenflüge auszustellen, -
lassen Sie sich bitte für diese Tauglichkeitsuntersuchung einen Termin geben, der mindestens 14 Tage vor
der geplanten Flugreise gewählt sein sollte.
Auch bei längeren (über 3 Stunden) andauernden Bus- oder Bahnfahrten ist Vorsicht geboten und Sie
sollten sich mit Ihrem Betreuungsarzt besprechen.


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9. Sex
Sollten Sie bei der Entlassung aus dem Krankenhaus oder aus dem Rehab-Zentrum zwei Stockwerke ohne
notwendige Pausen steigen können, so ist ein normaler Geschlechtsverkehr ohne extreme Überreizungen
ohne weiteres möglich. Keine Scheu also vor der partnerschaftlichen Zärtlichkeit. Potenzmittel wie Viagra®
und Cialis® sind bei einer Einnahme von nitrathaltigen Medikamenten absolut kontraindiziert, da es zu
schwersten Kreislaufzusammenbrüchen kommen kann! Besprechen Sie eine Verwendung solcher
Medikamente immer vorher mit Ihrem Arzt des Vertrauens!
10. Medikamente
Praktisch alle Patienten werden, zumindest eine Zeit lang, nach dem Infarktgeschehen Medikamente
einzunehmen haben, um den Heilungsprozess zu unterstützen, und um ein Rezidivgeschehen zu
verhindern. Gemeinsam mit Ihrem betreuenden Arzt besprechen Sie bitte, welche Medikamente für Sie, in
welcher Dosierung und wie lange, notwendig sind.
Betrachten Sie sich bitte NICHT als minderwertig, wenn Ihnen empfohlen wird, ab nun ein Leben lang
Medikamente einzunehmen! Diese sollen Ihnen helfen, wieder ein normales Leben zu führen, Ihren von
Ihnen gewünschten Alltag für Sie normal zu gestalten, und einen Rezidivinfarkt zu verhindern.
Vertrauen Sie uns und unserer Erfahrung, sowie unserem Wissensstand, der dem aktuellen „state of the
art“ entspricht.
Die derzeit nach einem Myokardinfarkt am häufigsten verordneten Medikamente sind unter anderen:
Betablocker, Antikoagulantien oder Thrombozytenaggregationshemmer, Statine, ACE-Hemmer oder
Sartane und Nitroglycerin zur Anfallsprophylaxe.
Lassen Sie sich informieren, welche Medikamente bei Ihnen, und warum gegeben werden sollten. Bei uns
ist es üblich, KHK Patienten einmal pro Quartal zu uns zum Check zu bitten, um eventuell beginnende
Probleme im Vorhinein zu erkennen, damit sie erst gar nicht zu Problemen werden. Zusätzlich wird einmal
pro Jahr eine Herzultraschalluntersuchung durchgeführt und eventuell auch eine Ergometrie.
Neu in der Behandlung von Herz- und Blutdruckpatienten ist die Musiktherapie, in der nachgewiesen
werden konnte, dass bestimmte Musikstücke, welche in ihren Eigenschaften präzise auf bestimmte
Körperrhythmen abgestimmt sind, genauso deutliche Veränderungen bewirken können, wie ein
Medikament dies kann. Insbesondere konnte die Herzfrequenzvariabilität erhöht werden, was die
Selbstregulationsfähigkeiten äußerst positiv beeinflusst. Diese „gesunden Töne“ führen demnach zu einer
„Herzverjüngung“, zu einer Blutdrucksenkung beim Hypertoniker und zu einer Verbesserung der
Schlafqualität.
Viele Fragen werden mit diesen Ausführungen für Sie noch unzureichend beantwortet sein. Wir sind da, um
diese Fragen zu beantworten und mit Ihnen das vor Ihnen liegende Leben zu gestalten, nach Ihren
Wünschen und Notwendigkeiten. Es gibt keinerlei Tabuthemen - bitte fragen Sie uns! Nur gemeinsam
können wir das vor Ihnen liegende Leben gemeinsam gestalten und für Sie erstrebenswert machen. Sie
werden merken, dass unsere Aussprachen dazu beitragen, dass Sie sicherer werden im Alltag und im
Berufsleben.
Wir freuen uns ehrlich an all Ihren Fortschritten der Genesung und wünschen Ihnen von ganzem Herzen
eine vollständige Rehabilitation!

Source: http://www.gz-laakirchen.at/Download/die_zehn_gebote-1.pdf

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Haloperidol: MedlinePlus Drug Information Haloperidol URL of this page: http://www.nlm.nih.gov/medlineplus/druginfo/meds/a682180.html IMPORTANT WARNING: Studies have shown that older adults with dementia (a brain disorder that affects the ability to remember, think clearly,communicate, and perform daily activities and that may cause changes in mood and personality) who takeantipsychotics (

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